Abwechslungsreiche mehrtägige Wanderungen und ausgedehnte Radtouren sind wieder sehr beliebt. Neben dem Naturerlebnis und der Bewegung ist man dabei auch einer größeren körperlichen Belastung ausgesetzt. Wer täglich mehrere Stunden unterwegs ist, benötigt dafür mehr Energie als im Alltag. So gehört zur guten Vorbereitung nicht nur die Planung der Strecke und die richtige Ausrüstung, sondern auch die richtige Verpflegung.
Eine richtig gestaltete Energieversorgung kann dazu beitragen, Leistungsfähigkeit und Konzentration über längere Zeitspannen hinweg zu erhalten. Dies gilt besonders auf Touren mit wechselndem Höhenprofil oder langen Etappen.
Woher der erhöhte Energiebedarf kommt
Für jede Form von Bewegung benötigt der Mensch Energie. Sowohl beim Wandern und Trekking als auch beim Radeln erhöht sich je nach Beanspruchung der Kalorienumsatz erheblich. Körpergewicht, Streckenlänge, Wetterlage und Gepäck beeinflussen den Energiebedarf noch zusätzlich. Bei einer längerfristigen Betätigung bezieht der Körper zunächst seine Energie aus den gespeicherten Kohlenhydraten. Werden diese Speicher nicht regelmäßig aufgefüllt, kann es nach Stunden zu Leistungseinbrüchen, Ermüdung und Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Deshalb ist es wichtig, die Energiezufuhr während der Belastung in Gang zu halten.
Gerade auf langen Touren ist es sinnvoll, die Verpflegung so zu organisieren, dass die Energiezufuhr regelmäßig stattfindet, ohne die Verdauung unangemessen zu belasten.
Praktische Verpflegung für unterwegs
Bei allen Outdoor Aktivitäten spielt nicht nur die Nährstoffdichte der Lebensmittel eine Rolle, auch Gewicht, Haltbarkeit und Transportierbarkeit sind wichtige Faktoren. Frische Lebensmittel sind auf längeren Touren nur schwerlich zu bekommen, vor allem muß auf Kühlmöglichkeiten Rücksicht genommen werden.
Deshalb verwenden viele Wanderer und Radreisende kompakte Energielieferanten. Produkte mit Kohlenhydraten, Mineralstoffen und leicht vergärbaren Zuckern lassen sich gut transportieren und im Bedarfsfall ohne viel Aufwand in den Körper bringen.
Wer sich mit Sporternährung für Ausdauerbelastungen beschäftigt, stößt bald zum Beispiel auf Produkte der Marke Powerbar, die speziell für längere Belastungen und sportliche Aktivitäten entwickelt wurden. Hierbei ist weniger die Frage nach dem einzelnen Futtermittel als vielmehr die Ausgewogenheit einer auf die Dauer und Intensität der Belastung abgestimmte Kost entscheidend.
Weniger beachtet ist die Flüssigkeitsversorgung
Ebenso wichtig wie die Energiezufuhr ist die Flüssigkeitszufuhr. Sogar ein geringer Flüssigkeitsverlust lässt die Leistungsfähigkeit des Körpers nachlassen; unter Wärmeeinwirkung, bei langen Anstiegen und Steigungen steigt der Bedarf.
Experten empfehlen, in kürzeren Zeitabständen kleinere Mengen trinken, statt große Mengen einmal aufzuspeichern. Wasser bildet den Hauptbestandteil der Flüssigkeitsversorgung; bei längeren Belastungen sind auch Getränke mit Elektrolytgabe sinnvoll, um Mineralstoffverluste auszugleichen.
Wie viel Flüssigkeit tatsächlich benötigt wird, hängt von der jeweiligen körperlichen Belastung und den jeweiligen äußeren Bedingungen ab. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Dauer der Belastung beeinflussen den Bedarf entscheidend.
Eine gute Verpflegung beginnt lange vor dem Start. Erfahrene Outdoor Sportler planen nicht nur ihre Route, sondern auch Verpflegungspunkte und Reserven für den Notfall. Dabei sind eine Reihe von Gesichtspunkten zu bedenken: Wie lange wird die Tagesetappe? Wo kann ich unterwegs etwas einkaufen? Wo finde ich Trinkwasser? Gerade in entlegenen Gebieten kann viel Zeit und Mühe gespart werden, wenn man derartige Engpässe rechtzeitig plant und vermeidet.
Weniger schön ist es, wenn ich neue Sportnahrung erst während der Tour ausprobiere. Lebensmittel und Getränke sollten nach Möglichkeit vor der Tour getestet werden.
Energieversorgung bei unterschiedlichen Reiseformen
Je nach Reiseform sind die Anforderungen an die Energieversorgung unterschiedlich. Bei einer Tageswanderung sind andere Bedürfnisse zu berücksichtigen als bei einer mehrtägigen Trekkingtour oder einer Radreise über hundert Kilometer.
Kleine Sportlerhäppchen genügen bei kurzen Aktivitäten, auf langen Touren sind auch richtige Mahlzeiten einzuplanen, um die Regeneration zu sichern. Kohlenhydrate liefern die Energie für die Belastung, Eiweiß ist wichtig für Erholung und Muskelregeneration.
Eine ausgewogene Kombination aus den verschiedenen Nährstoffen sorgt dafür, dass der Körper auch über mehrere Tage leistungsfähig bleibt. Ernährung muss immer an die speziellen Bedürfnisse der Unternehmung angepasst werden.
Aktiv reisen heißt auch planen
Outdoor Reisen leben von Spontaneität und neuen Eindrücken. Dennoch zeigt die Erfahrung vieler Wanderer und Radfahrer, dass eine gute Planung entscheidend zum Gelingen der Tour beiträgt. Neben passender Kleidung, Kartenmaterial und Sicherheitsgeräten gehört die Verpflegung zu den wichtigsten Planungsfaktoren.
Wer seinen Energie- und Flüssigkeitsbedarf realistisch einschätzt und im Vorfeld entsprechend Vorräte anlegt, schafft eine gute Grundlage für längere Aktivitäten in der Natur. Herausforderungen auf der Strecke lassen sich besser bewältigen, wenn ich die Aufmerksamkeit stärker auf das Reiseerlebnis lenken kann.
